Sonne, Sommer, Sonnenblume

Liebe Kultgemüse-Gärtner,

auch wir sind aus dem Sommerurlaub zurück und in unserem Beet sprießt ungebremst das liebe Unkraut und allerhand Gemüse wartet auf die Ernte! So wird es vielen von Euch auch gehen, die in den Sommerferien für längere Zeit weg sind und dann wieder vor der eigenen Parzelle stehen. Nun bekommt Ihr erst einmal eine große Liste an Infos:

Ernten:

  • die Kartoffeln sind immer noch nicht ganz schalenfest – daher nur das ernten, was ihr auch verbrauchen könnt. Theoretisch könntet ihr ab Ende August alle Eure Kartoffeln raus machen. An Eurer stelle würde ich sie aber noch länger drin lassen – in der Erde lagern sie besser als wahrscheinlich bei Euch zu Hause. Die Kartoffeln können immer noch gut Ende September oder sogar im Oktober geerntet werden (je nach Wetter).
  • Unter Eurem 2. Netz: Der Chinakohl sieht bei vielen schon sehr erntereif aus, auch die roten Kohlrabi warten darauf verspeist zu werden. Wenn unter Eurem Netz wenig Platz ist, dann könnt ihr auch den ein oder anderen Rot- oder Weißkohl ernten. In manchen Parzellen sind es schon richtig kleine Kohlköpfchen. Besser ihr schafft ein wenig Platz und Luft unter Eurem Netz, als dass die Pflanzen zu eng stehen.
  • wer längere Zeit nicht da war findet vielleicht einen total verwilderten Rucola vor. Am besten Ihr schneidet den Rucola, die Petersilie und den Schnittlauch dann einmal ganz ab und lasst ihn nachwachsen
  • Paprika: ihr habt ja unterschiedliche Sorten! Die gelb aufrecht stehenden Früchte (Spitzen zeigen am Anfang nach oben) können geerntet werden. Wenn Eure Pflanzen viele Paprika angesetzt haben, dann nehmt die größeren Früchte raus, damit die Kleineren noch weiter wachsen. Ob ihr sie schon grün ernten wollt, oder doch etwas ausfärben lassen wollt damit sie aromatischer schmecken könnt ihr selbst entscheiden.
  • Tomaten: die Sorte „Clou“ hat gelbe Früchte, diese werden nicht rot. Das Tomatenlaub bei Clou sieht ein wenig wie bei der Kartoffel aus.
  • Bohnen: wer zu dicke Bohnen an seinen Pflanzen hängen hat muss einfach ausprobieren, ob sie schon fasrig schmecken oder doch noch etwas klein geschnitten zubereitet werden können
  • der Fenchel ist in manchen Parzellen schon erntereif – in anderen ist er noch zu klein.
  • Einige haben es schon vorgemacht und ihre Erbsen ganz rausgezogen. Wer möchte kann die ganze Pflanze raus ziehen und anschließend die restlichen Schoten gemütlich am Tisch abbrechen.
  • die Zwiebeln sind noch nicht ausgereift. Also nach wie vor nur die Zwiebeln ernten, die dann auch verbraucht werden. Erntereif sind die Zwiebeln, wenn das Zwiebellaub komplett eingetrocknet ist.
  • Gurkenschwemme! Je kleiner sie geerntet werden um so leckerer! Das gleiche gilt auch für die Zuccinis
  • Brokkoli: in manchen Parzellen blüht der Brokkoli recht hübsch, da das Zeitfenster für die Ernte relativ kurz ist, bis er in die Blüte geht – jetzt freuen sich so manche Insekten daran. Wer seinen Brokkoli abgeschnitten hatte, hat eventuell das Glück, dass sich nochmals neue Röschen bilden (dies passiert jedoch nicht immer zuverlässig).
  • der Hokkaido – Kürbis muss dunkel orange werden – aktuell ist er noch nicht erntereif.

Pflegen:

  • Tomaten: dort wo die Tomatenblätter braun werden hat die Krautfäule zugeschlagen – entfernt die Blätter einfach. Wenn Euch Tomaten an den Sträuchern faulen ist das unter anderem ein Zeichen, dass nicht genug Luft und Licht an die Tomaten kommt. Versucht Eure Tomaten etwas auszulichten und hoch zu binden.
  • für die, die es noch nicht gemacht haben: das erste Netz könnt ihr zusammenlegen und an den Gärtnerwagen legen.
  • wem die Blumen zu üppig werden muss mal ein wenig lenkend eingreifen und diese abschneiden.
  • Lauch: wenn ihr weiße Lauchstangen haben wollt, dann vergesst nicht den Lauch zwischen durch einmal wieder etwas anzuhäufeln – nur dann bleichen die Stangen aus.

Neuaussaat:

  • Wer Platz in seiner Parzelle hat und noch Lust auf mehr hat, der kann Spinat, Radieschen oder Feldsalat säen (Saatgut liegt im Gärtnerwagen).
  • Radieschen: Saattiefe: 1 cm; Abstand in der Reihe: 2 – 3 cm; Abstand zwischen den Reihen: 15 bis 20 cm
  • Spinat: Saattiefe: 2 -3 cm; Abstand in der Reihe 3 cm und dann ausdünnen; Abstand zwischen den Reihen ca. 25 cm

 

Anfang September erhaltet ihr dann nochmals vorgezogenen Feldsalat zum auspflanzen.

Mit einem herzlichen Sommergruß,
Eva

P.S. nehmt Euch doch mal einen schönen Sonnenblumenstrauß mit nach Hause.

Sonnenblume
Sonnenblume
Sonnenblume & Biene
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Sonnenblume & Marienkäfer
Sonnenblume & Marienkäfer
Sonnenblume & Schmetterling
Sonnenblume & Schmetterling
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